Wie und warum ich zu einem NoFollow-Fan wurde
Wer solche Zeilen als Überschrift liest, der wird sich vielleicht erst einmal am Kopf kratzen. Warum soll man NoFollow Fan sein? NoFollows sind doch wertlose Backlinks! Als Linkbuilder ist man Follow-Verfechter, und jede NoFollow-Page wird gnadenlos aus der eigenen Linkbuilding-Liste gestrichen! Ohne Gnade!
Liest man also im Quellcode so etwas: rel="nofollow", dann wird ausgesiebt!
Update: Dieser Beitrag ist deutlich veraltet, danke für den wichtigen Hinweis von Torben, der diesen Beitrag in den Tiefen unserer Webpräsenz gefunden und kommentiert hat.
In der Tat, so gehe ich auch vor, Linkbuilding betrachte ich auch unter dem Gesichtspunkt des Follows. Das ist wichtig, das ist unbestritten. Wobei hier und da ein NoFollow Backlink nicht unbedingt schaden kann... Das nur so am Rande.
Und warum dann NoFollow Fan?
Nun zum eigentlichen Grund, warum ich NoFollow-Fan bin. Ich setze NoFollow in eigenen Projekten gezielt ein. Wie ja hinlänglich bekannt ist wird auf eigenen Pages auch Kraft vererbt, man redet ja auch immer von PageRank-Vererbung. Hat meine Homepage einen PR von 3 oder 4, dann wird der intern auf Unterseiten weiter vererbt. Gehe ich von einer ganz gewöhnlichen Homepage-Startseite aus, dann hat die gut und gerne 10-20 Verlinkungen auf eigene Unterseiten. U.A. wird auch auf Unterseiten wie "Kontakt", "Impressum", "Wir über uns" verlinkt, und was da sonst noch so herum schwirrt.
Sind diese Pages wertig, sodass sie Follow-Links sein sollen?
Viele Pages bekommen Besucher über Impressum oder anderen (un)wichtigen Unterseiten. Solche Besucher sind m.E. Leute, die die Seitenbetreiber kennen und gezielt nach ihnen suchen. Das zeigen auch Analysen und Statistiken. Gehe ich also davon aus, dass ein Impressum nicht als wichtiges Einfallstor meiner HP zur Neukundengewinnung dienen kann, dann liegt es auf der Hand, was wir damit machen sollen: Wir sitzen ein NoFollow!
NoFollow Wirkung
Ein NoFollow bewirkt mit Sicherheit nicht, dass Google die Seite nicht indiziert, das ist Quatsch. Aber ein NoFollow bewirkt, dass die Page keine PR Vererbung bekommt. Die indirekte Folge eines NoFollows ist dann, dass andere Pages diesen Anteil bekommen. Man darf sich das so vorstellen wie im echten Leben: Wenn ein Familienmitglied enterbt ist (NoFollow), dann erben andere dafür mehr. denn die eigentliche Erbmasse ist ja nicht weniger geworden.
NoFollow in Online-Shops
Am einfachsten setzt man das Nofollow in Menüs ein. So ist ein NoFollow im Online-Shop-System XT:Commerce ein Kinderspiel. Der Erfolg lässt dann bis zum nächsten PR-Update warten, kann aber durchaus enorm sein. In Online-Shops will man die Kategorien stärken. Dort werden Produkte gezeigt, dort sollen die Leute klicken und kaufen. Wird die Kraft also per NoFollow den unwichtigen Seiten entzogen, dann verbleibt sie für die Kategorien.
Mehr Verkäufe dank NoFollow ist das Resultat!!!
Deshalb bin ich NoFollow Fan!!!
Wir erleben es immer, dass gezieltes NoFollow Homepages und Online-Shops deutlich in die Gewinnzone fährt. Selbst Homepages, die lange vor sich dahin dümpeln, bekommen mit NoFollow oftmals den entscheidenden Kick, denn manchmal ist es nur ein kleiner Stein, der ausreicht, eine Lawine in Bewegung zu setzen.
NoFollow auf Unternehmens-Präsenzen
Hier ist ein NoFollow ebenfalls gezielt zu setzen. Alles was nicht als erstes und wichtigstes Ziel der Page zu sehen ist kann mit NoFollow belegt werden. Es hängt stark vom Homepage-Ziel ab. Will ich meine Dienstleistungen im Google Index nach vorne schieben, dann schwäche ich die meisten anderen Pages, also hier ebenfalls Impressum, Kontakt, etc.
Nichtsdesto trotz können aus meiner Sicht nofollows gezielt eingesetzt positive Effekte entfalten. Setze ich auf z.B. Impressum oder Kontakt ein nofollow in der Navigation, dann erhöhen sich m.E. die Chancen, mit den Homepage-Angeboten anstatt mit diesen Pages gelistet zu werden, und zwar wenn nach dem Unternehmensnamen gesucht wird.
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